BR-DE-1
Zahlungsinformationen (BG-16) fehlen
Die Rechnung enthält keine Zahlungsanweisungen: XRechnung verlangt mindestens eine Angabe zur Zahlungsart (BG-16).
- Regelwerk
- XRechnung (KoSIT)
- Stufe
- Fehler
- Betroffene Felder
- BG-16
[BR-DE-1] Eine Rechnung (INVOICE) muss Angaben zu "PAYMENT INSTRUCTIONS" (BG-16) enthalten.
Was bedeutet BR-DE-1?
Die Regel BR-DE-1 prüft, ob die Rechnung die Gruppe Zahlungsanweisungen (BG-16, „PAYMENT INSTRUCTIONS") enthält. In der europäischen Norm EN 16931 ist diese Gruppe optional, die deutsche XRechnung macht sie dagegen zur Pflicht: Der Empfänger soll ohne Rückfrage erkennen, wie er bezahlen soll.
Technisch reicht es, wenn das Element vorhanden ist:
- UBL:
cac:PaymentMeansdirekt unterInvoicebzw.CreditNote - CII:
ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeansinram:ApplicableHeaderTradeSettlement
Darin steht mindestens der Code für die Zahlungsart (BT-81), zum Beispiel 58 für SEPA-Überweisung, 59 für SEPA-Lastschrift oder 30 für sonstige Überweisung. Je nach Code verlangen weitere Regeln die passenden Detailangaben: bei Überweisung die IBAN (BR-DE-23-a, BR-61), bei Lastschrift Mandat und Gläubiger-ID (BR-DE-25-a, BR-DE-30, BR-DE-31).
Der Fehler tritt häufig auf, wenn Rechnungen bereits bezahlt sind (Vorkasse, Kreditkarte) und die Software deshalb gar keine Zahlungsart ausgibt.
Typische Ursachen
- In der Rechnungssoftware ist keine Bankverbindung bzw. Zahlungsart hinterlegt.
- Die Rechnung ist bereits bezahlt (z. B. Vorkasse) und die Software lässt den Zahlungsblock deshalb weg.
- Ein Export- oder Konverter-Tool bildet die Zahlungsangaben nur im PDF ab, nicht im XML.
So beheben Sie den Fehler
- Hinterlegen Sie in Ihrer Software die Zahlungsart und Ihre Bankverbindung (IBAN, Kontoinhaber).
- Ergänzen Sie im XML einen Zahlungsblock mit BT-81, z. B.
58für SEPA-Überweisung. - Fügen Sie bei Überweisung die IBAN als BT-84 hinzu, bei Lastschrift das Mandat (BG-19).
- Ist die Rechnung schon bezahlt, geben Sie trotzdem die genutzte Zahlungsart an (z. B.
48Kartenzahlung,10bar) und weisen den Betrag als vorausbezahlt (BT-113) aus. - Prüfen Sie die Datei erneut im Validator.
Beispiel: falsch und richtig
<cac:PaymentTerms> <cbc:Note>Zahlbar innerhalb von 30 Tagen.</cbc:Note> </cac:PaymentTerms> <!-- cac:PaymentMeans fehlt -->
<cac:PaymentMeans>
<cbc:PaymentMeansCode>58</cbc:PaymentMeansCode>
<cac:PayeeFinancialAccount>
<cbc:ID>DE02120300000000202051</cbc:ID>
</cac:PayeeFinancialAccount>
</cac:PaymentMeans>
<cac:PaymentTerms>
<cbc:Note>Zahlbar innerhalb von 30 Tagen.</cbc:Note>
</cac:PaymentTerms>Wo die Regel prüft (XPath)
- UBL
- /ubl:Invoice | /cn:CreditNote
- CII
- /rsm:CrossIndustryInvoice
Rechnung erneut prüfen
Legen Sie die korrigierte Datei hier ab. Die Prüfung läuft mit den offiziellen Regeln in Ihrem Browser.
E-Rechnung hier ablegen
XRechnung (UBL oder CII), ZUGFeRD und Factur-X als XML oder PDF. Gern auch mehrere Dateien auf einmal.
Ihre Rechnung verlässt nie Ihren Browser. Prüfung und Anzeige laufen auf Ihrem Gerät, es wird nichts hochgeladen oder gespeichert.
Ohne Datei testen: , ,
Fragen zu BR-DE-1
Muss ich Zahlungsangaben machen, wenn die Rechnung schon bezahlt ist?
Ja. BR-DE-1 verlangt BG-16 immer. Geben Sie die tatsächlich genutzte Zahlungsart an (z. B. Code 48 für Kartenzahlung) und weisen Sie den bereits gezahlten Betrag in BT-113 aus, sodass der fällige Betrag (BT-115) 0,00 ist.
Welcher Code ist für eine normale Überweisung richtig?
Für SEPA-Überweisungen in Euro ist 58 üblich. Code 30 steht allgemein für Überweisung (auch Nicht-SEPA). In beiden Fällen muss eine Kontokennung (BT-84) angegeben werden.
Gilt BR-DE-1 auch für Gutschriften?
Die Regel prüft Rechnungen und Gutschriften (Invoice und CreditNote in UBL, jede CII-Rechnung). Bei Gutschriften beschreibt BG-16, wie der Betrag erstattet wird.